Pureblog CMS
Da macht sich also dieser junge Mann, nennen wir ihn "wahrer Recke" (eigentlich heißt der Kev Quirk), auf den Weg, ein cooles, neues und simples CMS zu programmieren. Und nicht nur das. Er programmiert auch gleich noch eine Kommentarlösung mit. Denn Kommentare sollten niemals Big Data sein, so wie damals, als dereinst die Menschen ihre lokalen Kommentare lieber an einen Cloud Anbieter wie Disqus übergaben und damit für ein großes datenschutzrechtliches Problem sorgten. Aber darum soll es jetzt gar nicht gehen.
Der junge Recke also programmiert in PHP die Software Pure Comments (Link) und Pure Blog (Link) und bietet das der Menschheit als Alternative zu etablierten Bloglösungen an. Wenn jemand einfach nur schnell mal etwas schreiben möchte. Wenn er kein großes Pluginsystem benötigt. Wenn er ein leichtes, schnelles System möchte bei welchem er die Dinge selbst anpassen kann. Und ja, ich habe mir Pureblog jetzt auch ein mal angeschaut. Und ich finde es großartig! Von der Geschwindigkeit und von der Anpassbarkeit. Purecomments übrigens kann mit jeder Website genutzt werden, die Scripts unterstützt und speichert alles in einer SQlite Datenbank, so wie auch ISSO-Comments.
Was ist Pureblog? (toggle)
Pure Blog (oft als Pure Blog CMS bezeichnet) ist ein extrem leichtgewichtiges, dateibasiertes (Flat-File) Content-Management-System, das speziell für Blogger entwickelt wurde. Es wurde von Kev Quirk entwickelt und ist darauf ausgelegt, die Komplexität traditioneller CMS wie WordPress zu eliminieren. Hier sind die Kernmerkmale von Pure Blog:
- Keine Datenbank: Als Flat-File-CMS benötigt Pure Blog keine MySQL-Datenbank, was die Installation, Sicherung und Migration sehr einfach macht.
- Fokus auf das Wesentliche: Es bietet nur die notwendigsten Funktionen, die ein Blogger benötigt, um Inhalte zu veröffentlichen, ohne Schnickschnack.
- Performance: Durch den Verzicht auf Datenbankabfragen ist es in der Regel sehr schnell.
- Open Source: Der Quellcode ist offen zugänglich (GitHub).
Wofür eignet es sich?
Pure Blog ist ideal für Nutzer, die eine sehr einfache, schnelle und wartungsarme Plattform suchen, um Texte zu publizieren, ohne sich mit komplexen CMS-Einstellungen auseinandersetzen zu müssen.
Ihr wisst ja, ich betreibe auf janmontag.de noch ein kleines Weblog, auf dem ich kurze Dinge poste: Status. Meinungen. Kommentare. Hier, auf herrmontag.de, da schreibe ich lange Texte. Dort eher kleine. Und deshalb ist das janmontag.de Weblog trafficmäßig eher weniger stark frequentiert. Und da bietet es sich an, dort ein wenig umher zu spielen. Ich gehe dort den Weg des Purismus. Reduzierung. Alles abschalten und irgendwie selber implementieren. So zumindest mein Gedanke. Und ich beitreibe meine beiden Weblogs mit Ghost CMS. Das finde ich cool. Handelbars (Link) können viel und man kann das alles sehr stark individualisieren. Worauf ich aber hinaus möchte, ich habe nun angefangen mein Weblog janmontag.de (Ghost) auf Pureblog als CMS zu übertragen. Inhaltlich. Designtechnisch. Als kleine Fingerübung. Um mal zu sehen, wie weit ich komme.

Mein Weblog janmontag.de
Und was soll ich sagen? An Ghost stört mich zunehmend, dass es einen schlechten bis noch schlechteren Google Pagespeed erreicht. Ich lande mit janmontag.de bei ca. 60 Punkten, was nicht viel ist. Zu Beginn dachte ich noch, das läge eventuell daran, dass ich es auf meinem Raspberry-Pi bei mir zu Hause betreibe. Ich bin der Meinung, dass man so ein kleines privates Weblog doch eigentlich gut und gerne zu Hause auf kleiner Hardware betreiben kann und gar nicht erst die große Hosting-Keule heraus holen muss. Und weil ich es da schon nicht richtig in den Griff bekommen habe, bin ich eines Tages dann doch auf einen richtigen Webhoster umgezogen und habe mein Ghost-Weblog migriert. Und was soll ich sagen, gefühlt wurde es tatsächlich schneller. Aber nicht in echt. Der Pagespeed gibt mir nach wie vor eine schlechte Note und ich kriege es nicht in den Griff.

Also habe ich angefangen mein Weblog zu reduzieren, wie eingangs schon erwähnt. Aber auch das brachte keinen Abhilfe. Und deshalb habe ich mir überlegt, probiere ich Pureblog als Motor aus. Denn das erziehlt in einer Testinstallation unglaubliche 100 Punkte. Einen Wert, den sonst nur Static Site Generatoren wie Hugo oder Jekyll erreichen. Und da war ich natürlich ein bisschen neidisch. Denn wenn man gern mal schraubt, wenn man sein Auto tuned, dann will man auch ein bisschen Geschwindigkeit heraus holen. Weil das Spaß macht. Natürlich fährt der Irmscher auch ohne Weber-Doppelvergaser , aber mit hat man halt 17 PS mehr. Was ich damit sagen will: ich brauche keinen Pagespeed von 100, aber weil Weblogs kleine Zuhauses sind - die den Besitzer abbilden und individuell daher kommen und jeder es ein bisschen anders einrichtet, da ist mir das schon wichtig auch schön und schnell zu sein. Naja, ihr wisst schon.

Langer Rede kurzer Sinn. Ich habe also mein Weblog von Ghost auf Pureblog migriert und weil ich das so richtig testen wollte, habe ich einfach aus beiden Weblogs (HerrMontag.de und JanMontag.de) die Inhalte per JSON exportiert, mit einem kleinen Python-Script in Markdown umgewandelt, mit etwas SED Foo den Headerbereich angepasst und schwupps: 5038 Posts online gestellt. Und wisst ihr was? Das lädt! Das performt! Ich habe in diesem angepassten Pureblog CMS mit 5000 Artikeln einen Pagespeed von? Na? Genau, 100! Das ist unfassbar, oder?

Und wisst ihr, wo ich das Weblog hoste? Genau, auf eben jenem Raspberry-PI 5 der hier hinter dem Fernseher steht. Der läuft mit Caddyserver und servt das Pureblog. Und es funktioniert großartig. Ich kann das immer noch gar nicht glauben. Allerdings habe ich auch noch ein paar Punkte noch nicht lösen können und ich weiß auch noch nicht, ob ich wirklich umsteige oder mich einfach nur mal eingängig damit beschäftigt habe. Also naja - schauen wir mal was wird. Was wird!

Ich kann an dieser Stelle aber jedem (der Weblogs und Websites mag) empfehlen, sich mit Pureblog zu beschäftigen und zu schauen, wohin die Reise gehen könnte. Ein ähnliches CMS zu Pureblog ist Datenstrom Yellow.
Ressourcen








