Ich bin doch kein Gamer
• 4 min read
Trotz hoher RAM-Preise baue ich nach 25 Jahren wieder einen PC (AM5, Linux/CachyOS). Doch statt zu zocken, nutzt ich ihn wie seit 1992 als faszinierendes Hobby: ich programmiere, bastel am System (Niri, Hyprland), tüftel am Blog – „Computern“ als kreativer Zeitvertreib statt Gamer-Dasein.
Ich hatte ja zu Beginn diesen Jahres dieses kleine Projekt, in welchem ich mir nach 25 Jahren vornahm, mal wieder einen PC zu bauen. Und da ich mich sonst nur mit modernen Macs oder Vintage Computern beschäftige, lag ein aktueller, mittelklassiger Gaming PC nahe.

Gesagt, getan. Und seitdem steht er hier, er sieht gut aus und er läuft absolut problemlos, was meine Zusammensteckfähigkeiten, auch bei neuer und mir unbekannter Hardware ehrt. Er läuft mit Linux, ich habe mich für ein CachyOS entschieden. Aktuelle Desktops sind Niri und Hyprland, gepaart mit GNome. An KDE komme ich seit 1998 einfach nicht ran.

Aber ein Problem besteht. Ich spiele nicht. Ich habe vorher schon nicht gespaielt und ich spiele auch jetzt nicht. Ich habe mir Cyberpunk 2077 und DOOM Eternal geladen, ich habe einen Haufen Demos von Steam und auch ein paar Indiegames. Aber ich muss mir eingestehen: ich spiele nicht. Bei mir läuft das mein Leben lang schon so ab, dass ich sehr interessiert bin, es ausprobiere, mich z.B. damals in diesem unsagbar großartig-gruseligen Doom 3 mit seinen krassen Beleuchtungseffekten, dem Klaustrophobischen, ausprobiert habe, über die wahnsinnige Grafik und die Anforderungen gestaunt habe und das wars. Keine Ambitionen es "duchzuspielen" oder länger dran zu bleiben, Secrets zu finden etc., nix.
Ich spiele es an, ich sehe es und schon springt mein Interesse weiter. Woanders hin. Man kann also gut sagen, dass ich gern mal was ausprobiere, so auch ein Spiel, aber dass das Spielen an sich nur eine kleine Randerscheinung in meinem Computeralltag ist. Und deshalb sind Computer auch so bereichernd für mich. Sie sind ein schier endloser Quell an spannenden Themen, mit denen ich mich beschäftigen kann. Sogar ins Internet schreiben. Programmieren. Musik komponieren. Linux betreiben… you name it.
Und ich liebe es, vor einem richtigen Computer zu sitzen. Kein Convertible, kein Tablet: ein richtiger PC mit Tastatur, Bildschirm und allerlei Unrat. An dem ich platznehmen kann, um dann irgendwas zu tun. So, wie man das schon in den 70ern getan hat. Mir geht es eben nicht um das Erledigen von irgendwlechen Aufgaben, sondern mir geht es um die Beschäftigung mit der Sache an sich. Ich computere. Das ist verrückt, aber vielleicht auch nicht.
Ich benutze Computer also seit ca. 1992 (386SX mit monochromem Monitor), um damit meine Zeit zu verbringen. Prince Of Persia und Commander Keen habe ich auch gespielt, aber auch niemals durch. Stunts.exe). Und ich mag die Gesellschaft offensichtlich bis heute. Aber dann muss ich mir eben auch eingestehen, dass ich kein Gamer bin und dass der PC-Build für einen Gaming-PC eher so eine Idee in der Theorie war, als tatsächlich damit zu spielen.

Der Begriff „RAMageddon“ steht symbolisch für die im Herbst 2025 begonnene Speicherkrise, die zu extrem hohen Preisen bei RAM geführt hat.
Und so schreibe ich jetzt diesen kleinen Artikel in mein Weblog. Und vorhin habe ich daran etwas programmiert (meinen Terminal Navidrome und Bandcamp Client TerminalDrome) und mich noch mal ein bisschen mit Hyprland beschäftigt. Nebenbei betreibe ich aber auch noch eine Familie. gehe joggen und fahre Rennrad.
Computern bedeutet für mich Zerstreuung. Zeitvertreib. So wie manche auf Instagram doomscrollen, programmiere ich eben etwas. Oder probiere etwas aus. Gerade denke ich z.B. darüber nach, wie ich diese Blogrollen-Idee die derzeit, angetrieben durch Rivva, durch die deutsche Blogosphäre schwappt, auf einem Ghost CMS umzusetzen. Auf Wordpress gibt es ein Plugin dafür. Für Kirby auch.
Am Ende geht es hierbei um das maschinenlesbare Bereitstellen einer Datei, die Weblog-Lesemepfehlungen beinhaltet. Hier findet ihr meine blogroll.opml.
blogroll.opml kannst du die Blogrolle maschinenlesbar veröffentlichen. Dann können wir deinen Leseempfehlungen direkt in unseren Readern folgen. Und je mehr mitmachen, desto größer wird das Netz zum Entdecken neuer Blogs. Rivva baut daraus gerade ein offenes Empfehlungsnetzwerk.Vielleicht könnte ich aber auch einfach mal wieder etwas häufiger Content produzieren. Texte schreiben. Gedanken übertragen. Ihr wisst schon.
Ciao.
💬 Webmentions & Kommentare
Webmentions
Noch keine Webmentions.
🔥 Beliebteste Artikel
- Lade beliebteste Artikel…

