now-now
Powermac G5
Derzeit habe ich wieder viel Spaß daran, mich mit meinem alten Powermac G5 zu beschäftigen. Ich habe ein frisches Arch Linux (ArchPOWER) ppc64 auf der SSD neben Mac OS X 10.5 installiert und betreibe ein Dualboot-System, wie man sagt. Das fetzt, denn das originäre Mac OS X möchte ich nicht missen. Es ist übrigens erstaunlich, wie gut dieses System von 2007 auch heute noch im Apple Netzwerk System mitspielt. Nicht nur, dass ich es problemlos via "Bildschirmfreigabe" fernsteuern kann - auch anders herum funktioniert problemlos. Ich kann vom Powermac G5 meinen Mac Mini M4 fernsteuern. Donnerwetter.
Aktuell beschäftige ich mich damit, eine Oberfläche (in diesem Fall Obenbox) zu bearbeiten und meinen Bedürfnissen entsprechend anzupassen. Der Powermac G5 ist uralt und absolut nicht für heutiges, alltägliches Arbeiten gemacht. Dementsprechend muss man mit den Ressourcen sehr sorgsam umgehen. Openbox ist ein leichtgewichtiger Windowmanager, der sich die nicht vorhandenen Dinge wie den Dateimanager von z.B. Xfce4 borgt. Wenn man das Aussehen bearbeitet, dann nennt man das Ricing. Aktuell erlebt Ricing eine extreme Rennessaince bezüglich des Tiling Window Managers Hyprland.

Auf meinem Powermac Weblog apfelhammer.de berichte ich über diese und andere PPC64 bezogenen Dinge:

Phosphor
Und dann habe ich angefangen, mich mit Svelte zu beschäftigen und einen kleinen Frontend-Aufsatz für mich für GoTo Social zu basteln. GoToSocial ist ein API-only Server und bringt keine eigene Weboberfläche mit. Phosphor ist ein Mastodon-kompatibler Client, der direkt gegen die API einer Instanz spricht. Man logged sich also mit einer Mastodon-App oder einer Webapp auf dem Telefon oder auf dem Computer ein und kann so problemlos das Fediverse nutzen. Am Ende empfinde ich keinen Unterschied zum ausgewachsenen Mastodon. Das ganze sieht so aus:

Ich habe noch ein paar Dinge auf der Agenda, aber Push funktioniert z.B. schon auf dem Telefon und via Browser, Links, Uploads, Text. Ich bin soweit zufrieden. Vorher nutzte ich enafore.social.
herrmontag.de
Ich habe lange über die beiden Sicherheitslücken php2shell und node2shell nachgedacht und bin zu keinem wirklichen Ergebniss gekommen. Ich selbst nutze für meine Websites die Software Ghost, welche auf NodeJS basiert. Allerdings war in den bei mir installierten Versionen der Bug bereits gefixed. Es bestand hier also keine Gefahr. Und doch kann das jederzeit wieder passieren. Man kann das nicht ausschließen, genau so wenig, wie bei Wordpress. Und je häufiger eine Software verbreitet ist, desto häufiger wird sie auch angegriffen. Ich finde mehr und mehr Gefallen an Static-Sites, die eben nicht auf PHP, NodeJS oder anderen Dinge basieren sondern ausschließlich aus HTML-Files. Und oft noch ein bisschen Javascript oder doch ein PHP-Kommentarsystem, aber zum Großteil aus statischen HTML-Dateien. Die sehen am Ende genau so aus wie vorher wenn sie dynamisch erzeugt werden, liegen aber auf dem Webserver und sind in Stein gemeißelt. Das hat viel Charme und einige Vorteile, aber auch diverse Nachteile, je nachdem. Unter folgendem Link hatte ich mich schon mal mit Stone-Websites beschäftigt:

Ich habe mir für hier eine Lösung überlegt, die meine Website von nun an als statische Seite ausspielt. Das, was ihr hier lest, kommt aus einem statischen Ordner auf meinem Webserver und wird durch mein Caddy bereit gestellt. Das klappt bisher ganz gut. Ich probiere das mal noch ein Weilchen aus.
me
Aber dann ertappe ich mich trotzdem ständig dabei, wie ich alles in Frage stelle. Wahrscheinlich liegt das auch einfach an all dem Mist, der derzeit passiert. Im Land, im Bund, in Europa, auf der Welt. Ich habe das Gefühl, nicht zur Ruhe zu kommen. Es sei denn, ich verschließe meine Augen vor dem Offensichtlichen. Was ich nicht gut kann. Was auch irgendwie keine gute Idee zu sein scheint. Dieses "Don't look up", wie in diesem Film, wo der Meteorit auf die Erde zurast und die Menschen ihre Augen verschließen oder einfach nicht nach oben gucken.
Außerdem engagiere ich mich gern und bin in verschiedenen Gremien aktiv. Aber auch das kostet aufgrund der derzeitigen Situation eher sehr viel Kraft, als dass es mir etwas zurück geben würde. Manchmal ist das wahrscheinlich einfach so. Oder man muss etwas grundlegendes an seiner Situation ändern.

