lyrik

Die Lyrik des Herrn Montag, fein verpackt in kleinste Beiträge, Microposts.

Horizont

Stecke mit dem Kopf noch im Nebel Wie die Spitzen des Doms am Horizont

Waschhaus

Der graue Montag steigt aus dem Waschhaus und heftet sich an fahle Nässe Weiße Bettlaken wie Gespenster und er denkt: Wie die Zeit vergeht, wenn man nicht lebt

Schlafen

Schlafen unterm Sternenlicht Sonne trocknet Gedanken  Zigaretten Rauchen

Dunkelheit doubles

Ich erinnere mich genau an den Moment als sich die Dunkelheit verdoppelte, als Licht sich selbst verschlang und scharenweise Clochards auf den Straßen den Untergang tanzten

Frühling

Sonntäglicher Frühling möchte für lange Zeit den Mantel weg legen und küsst die kürzer werdende Frau Nacht zum Abschied, Flieder blüht in seinen Händen. Wärmer weht nun der Wind.