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Remain in Light

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Remain in Light
Photo by Manish Chandra on Unsplash

Heute bin ich gegen 7 Uhr aufgestanden und habe angefangen, etwas aufzuräumen. Ich fand das ganz passend, nachdem ich nun, durch Urlaube und andere Verpflichtungen, einige Wochen nicht so richtig dazu gekommen bin. Immer nur so ein bisschen ist irgendwann zu wenig und dann muss das große Ganze folgen. Gegen 9 Uhr gab es Frühstück, frische Brötchen, Wurst, Käse und Marmelade. Nicht sonderlich aufregend, ist es aber das, was wir haben. Am späten Vormittag waren wir in der Innenstadt, ein paar Kleidungsstücke kaufen.

Das hat ganz gut funktioniert, es waren nämlich noch keine Menschenmassen unterwegs und es war auch noch nicht zu warm für häufigen Kleidungs- und Ortswechsel. Erfolgreich waren wir überdies. Allerdings auch für das Portemonnaie, denn günstig sind die Dinge dieser Tage nicht. Und da geht es nicht um Markenbewusstsein, es geht generell ums Geld, überall.

"Die da oben"…

… neulich habe ich einen schönen Vergleich gesehen. 99% der Deutschen waren mit ihrem Vermögen bis 1,5 Millionen Euro auf einer Skala von 30 cm verteilt. Und dann ging es um die Verortung der reichsten 1% - 10 Km höher. 30 cm für 99%, 10 Km für 1%. So weit ist der Abstand, und er wird täglich größer. Es war sehr verdeutlichend.

Und nun haben wir einen Multimillionär als Kanzler, das gab es auch noch nie. Aber ich schweife ab. Ich hab eigentlich auch nichts mehr zu sagen und weiß nicht, warum ich weiter ausführen wollte. Oder wohin. Was mir im Sinn war.

Vielleicht geht es aber auch genau darum: Einfach mal die Gedanken laufen zu lassen, ohne vorher zu wissen, wo man eigentlich ankommen möchte. Wie beim Aufräumen am Morgen. Man fängt an einer Ecke an, sortiert ein paar alte Socken aus, stolpert über MDR Aktuell zur Weltpolitik und landet am Ende doch wieder in der Dystopie des Jetzt.

Der Nachmittag zieht vorbei wie die Wolken im noch zu warmen Herbstwind. Die große Badputze ist durch, der Rest der Maisonette Wohnung strahlt wohlwollen daher, verbirgt den Investitionsstau seiner Besitze und strotzt den Jahren. Nach den turbulenten Wochen der Unruhe und des ständigen Unterwegsseins wünsche ich mir Ruhe und Gelassenheit.

Erfurt
First day first aspirin. Zurück in #Erfurt. Wie kann man das Jahr besser beginnen, als mit etwas #Weltmusik von den #TalkingHeads? Genau! #newyearsday #happynewyear #vinyl #vintagehifi #instaupskirt #newyearsday2019 #remaininlight #worldmusic #nowplaying #nowspinning #pioneer #sony #vintagehifi #vintage

Am Ende bleibt ein seltsam Gefühl zurück. Die Welt da draußen ist zu kompliziert, teuer und in Schieflage und hier drinnen ist der Tisch abgewischt wie der Tag es gern wäre. Ich mache mir jetzt einen Kaffee, setze mich in den 60er-Jahre-Sessel und höre den Talking Heads zu. Aus dem Fenster kann ich nicht sehen, wie die Schatten im Hof langsam länger werden.

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