Meine Website gefällt mir nun
Weil dieser Artikel über 5 Minuten benötigt um gelesen zu werden, lese ich ihn einfach selber vor.
Ich habe ein neues Design entwickelt und bin zufrieden. Endlich mal, wenigstens dort. Ich musste dazu aber eine komplette Migration aller Inhalte aus Ghost Richtung Kirby CMS vollziehen (inspiriert durch Pftnhr, der kürzlich von Datenstrom Yellow auf Kirby CMS umgezogen ist), um dort testweise ein neues Theme zu entwickeln um das dann zurück zu Ghost zu portieren und letztendlich jetzt zu sehen, dass es mir gut gefällt und ich damit zufrieden bin.
Ich betreibe noch zwei weitere Weblogs, zum einen ist da
- status.herrmontag.de für kleine Statusupdates und Beiträge und zum anderen findet sich mit
- Vinylisation.de - mein Weblog über meine Schallplattensammlung.
Und mir ist es gelungen, diese beiden Websites, also die Artikel, chronologisch auf HerrMontag.de einzublenden. Wenn man meine Website aufruft, dann erscheint also der Content aller meiner Websites chronologisch in korrekter Abfolge, aber wenn man einen der "externen" Artikel aufruft, landet man auf der eigentlichen Quelle. Ich finde das cool, ein Hub, ein kleiner Montags-Aggregator. Man sieht dabei einen kleinen Hinweis auf die externe Quelle, nämlich "status", "vinyl" oder "terminal".
Ach so, neue Hinweise zu meiner Software TerminalDrome werden ebenfalls eingespielt. Wie das klingt. Etwas einzuspielen. Das ist sicher antiquirter Sprech, aber nicht minder ungenau, bedeutet er doch das, was hier passiert.
Für den RSS-Leser ändert sich nichts, die zusammenführende Mechanik des Streams aller Websites findet nur auf der Startseite statt und wird dort mit den lokalen Inhalten vermengt, explizit aber nicht in den RSS-Feed gekippt. Sonst hätte ich ja gleich alle Websites integrieren können, was ich aber aus mannigfaltigen Gründen eben nicht tun wollte. Alle Seiten bleiben für sich, nur auf HerrMontag.de wird zusammen geführt.
Übrigens entschuldige ich mich, weiterhin keine Inhalte zu produzieren, sondern eigentlich nur über meine kleinen Entwicklungsvarianzen zu unterrichten und aus dem Maschinenraum heraus zu dröhnen. Ich habe dabei dabei an einen kleinen Herrn Montag or Augen, der mitten im Bauch eines riesigen Containerschiffes steht, nur spärlich mit Licht benetzt, wie er nach oben blickt und durch die Krankluke heraus ruft: "Auf Herrmontag.de streamen wir jetzt alle Inhalt in once". emdash Mit der Lust kommt der Appetit oder anders herum.
Und schon verlassen mich meine schreibenden Euphorien auch schon wieder und ich sacke zurück in ein lethargisches Herbstloch, bei dem ich Schallplatten höre und über mich selbst nachdenke. Über die Welt kann ich nämlich nicht mehr nachdenken, zu krude, fremd und kalt ist sie mir geworden. Dabei kommt mir diese berühmte Schauspielerin in den Sinn, die in ihrem Abschiedsbrief etwas ähnliches schrieb wie "ich bin mir selbst fremd geworden" und dabei auf ihre Depression anspielte. Leider finde ich sie nicht.
Draußen regnet es. Ich mag den Regen und das Grau nach all der Hitze und Summertime Sadness. Ich bin froh über den Kollegen Herbst und wie er es sich nun auf den Dächern und in den Rinnsälen gegenüber auf der anderen Straßenseite bequem gemacht hat. Wie er die Blätter sterbender Bäume in einer Art Venedig-Gondel durch die kleine grau-nasse Welt der Geschichtsstadt führt und ihnen ein letztes Mal leuchtende Lebensfreude gewährt, bevor sie im Nichts verschwinden.
Zurück zu meiner Website: Ich habe den Fokus verloren. Durch die Integration dutzender anderer Websiteprojekte, allen voran thafaker.de, weiß ich heute nicht mehr, wo hier eigentlich der Fokus liegt. Auf thafaker/thahipster.de habe ich immer technisch geschrieben, Anleitungen, Erfahrungen, Berichte. In Zeiten von LLMs kann man sich all das aber einfach generieren lassen und muss keinen veralteten Artikel in irgendeinem mehr Weblog folgen. Und so integrierte ich meine Website in HerrMontag.de, mein anderes Weblog, auf dem ich persönliche Dinge und meine Liebe für Musik teilte. Das ist jetzt alles eins. Die alten technischen Artikel und die anderen. Und irgendwie erwächst aus diesem Kokon, diesem Montags-Silo aber kein Schmetterling und mir fehlt derzeit wohl auch ein bisschen die Liebe oder Freude für Buchstaben, wie ich sie sonst immer habe, um das wieder voran zu bringen.
Und so schließt sich zwar kein Kreis, aber immerhin bin ich ganz zufrieden mit dem Design und muss nun an dieser Stelle kein Getriebener (sind wir im Alltag doch oft) mehr sein, vor allem aber getrieben durch mich selbst, meinen Anspruch. Denn das ist abgehakt. Jetzt kann ich mich wieder dem eigentlich Inhalt widmen, was ich mir schon seit 3 Jahren sage und doch nicht voran komme.
Ich habe mich beim Wort eigentlich vertippt und die Korrektur schlägt mir eingelocht vor, was nicht im Kern trifft was das Wort eigentlich ungefähr und vielleicht konnotieren wollte.
Und da sehe ich, dass dieser Artikel, der eigentlich nur ein kleines technisches Update zu meiner Website sein sollte, dass dieser Artikel über 800 Worte hat. Und das ist Grund genug, diesen Artikel selbst einzusprechen. Große Magazine und Portale bieten mittlerweile den Service via AI an, ihre Artikel vorlesen zu lassen. Und ich jetzt auch. Einmalig.
PS: Die zuvor erwähnte Kirby Website hat nie das Licht der Welt erblickt.
Zum Schluss ein Lesehinweis

Lesen Sie Mikrobis Hulot